Vorträge

  • 15 Jahre nach „3.11“: Der Post-Fukushima-Diskurs in Asano Inios Dead Dead Demon’s DeDeDeDeDestruction

    Meistersingerhalle
    Münchener Str. 21
    90478 Nürnberg

    Datum: 2. Mai 2026 14:45 – 15:45
    Ort: Workshopraum A

    Die Katastrophe vom 11. März 2011 hat die japanische Gesellschaft und ihre Kunst nachhaltig verändert. In seinem Workshop beleuchtet Referent Jan Lukas Kuhn, wie sich dieser „Post-Fukushima-Diskurs“ in einem der visuell und inhaltlich beeindruckendsten Werke der letzten Jahre widerspiegelt: Dead Dead Demon’s DeDeDeDeDestruction von Asano Inio.

    Obwohl die Geschichte oberflächlich von einer Alien-Invasion handelt, dient das Szenario als messerscharfe Allegorie auf das Leben im Schatten einer permanenten, aber unsichtbaren Bedrohung. Der Workshop bietet eine tiefgehende Analyse der narrativen Strategien Inios und zeigt auf, wie der Manga die kollektive Psyche Japans 15 Jahre nach 3.11 einfängt.

    Interessierte Besucher sind eingeladen, gemeinsam über die Verbindung von Popkultur und gesellschaftspolitischen Realitäten zu diskutieren.

    Hinweis zum Raum:
    Der Workshopraum A befindet sich im Erdgeschoss der Meistersingerhalle, direkt hinter dem kleinen Saal. Nutzt einfach die Durchgänge im kleinen Foyer, um dorthin zu gelangen.

    Link zur Veranstaltungsseite

  • »Zwischen Popkultur und Avantgarde: Wie übersetzt man eigentlich Manga?«

    Literaturhaus Schleswig-Holstein
    Schwanenweg 13
    24105 Kiel

    Mit: Nora Bierich

    Die Geschichte der japanischen Manga reicht bis ins Mittelalter zurück, der Begriff steht für Bildgeschichten, Comics bis hin zu Graphic Novels. Japanische Manga wurden mittlerweile zur eigenen Kunstform erklärt, sie werden heute in der ganzen Welt gelesen, von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen, sie sind eine der tragenden Säulen des japanischen Verlagswesens und ein Exportschlager des Landes. Oft werden Manga mit großen Augen, Fantasy-Welten und bunten Kostümen assoziiert, die man auch hierzulande als Cosplay auf den Buchmessen bewundern kann. Aber wie viel Lebensrealität steckt im Medium Manga und vor welchen Herausforderungen stehen Übersetzende, die deren „fernen“ Alltag in die deutsche Sprache übertragen? Mit dem Genre der Graphic Novels wiederum, das sich mit dem Erwachsenwerden der japanischen Nachkriegsgeneration entwickelte, bildete der Manga literarische Formen aus, die häufig künstlerisch avantgardistische und experimentelle Formen annehmen und für ihre Übersetzer:innen durchaus herausfordernd sein können.

    In dem Bühnengespräch befassen sich die Übersetzenden Nora Bierich und Jan Lukas Kuhn mit einem Medium, das tiefer in der gelebten Realität verwurzelt ist, als es vielleicht den Anschein hat.

    Link zur Veranstaltungsseite

    Vollständiges Gesprächs auf Youtube

  • Von Manga-Übersetzungen und „gutem Stil“: Ein Praxisworkshop

    DeDeCo e.V.
    Dohnaer Str. 66
    01219 Dresden

    Übersetzen bedeutet immer auch Entscheidungen treffen. Anko oder Bohnenpaste? Höflichkeitsformen: Ja oder nein? Eigennamen: Beibehalten oder Lokalisieren? In diesem Workshop zeigt Übersetzer Jan Lukas Kuhn (u. a. /Frieren – Nach dem Ende der Reise/, /Togen Anki/) anhand von konkreten Beispielen, welche Herausforderungen das Übersetzen von Manga mit sich bringt, und geht auf Lösungsansätze aus der Praxis ein.

    Link zur Veranstaltungsseite

    Ebenfalls auf der DeDeCo 2026:

    Der Traum vom Geldverdienen mit Japanisch – Dolmetschen / Übersetzen – Ein Vergleich

    In diesem Panel geben Jasmin Dose und Jan Lukas Kuhn Einblicke in ihre Arbeit mit der japanischen Sprache. Sie sprechen über Ausbildungswege, Arbeitsalltag und Unterschiede zwischen mündlicher und schriftlicher Sprachvermittlung. Dabei geht es um Chancen, Herausforderungen und realistische Erwartungen – von ersten Aufträgen bis zur Frage, wovon man wirklich leben kann.

    Buchvorstellung von Unnützes Wissen über Anime und Manga

    In dieser Buchvorstellung steht die Entstehung von Unnützes Wissen über Anime und Manga im Mittelpunkt. Die Autoren Jasmin Dose und Jan Lukas Kuhn erzählen, wie die Idee zum Buch entstanden ist, woher die vielen kuriosen Fakten stammen und wie aus losem Nerdwissen ein ganzes Buch wurde. Sie geben Einblicke in Recherche, Auswahl und Aufbau der Inhalte und teilen natürlich auch ihre Lieblingsfakten. Im Anschluss kann das Buch im Meet-&-Greet-Bereich gekauft und signiert werden.

  • Podiumsdiskussion: Einblicke in die Arbeit von Manga-Übersetzer*innen

    Nippon Connection Frankfurt

    Mousonturm Studio 2

    Mit: Anja Truong, Doreaux Zwetkow, Tony Toshimitsu Tran

    Die Manga-Branche boomt und längst erscheinen viele japanische Comics auch auf Deutsch. Doch wie und von wem werden sie eigentlich übersetzt? Vier erfahrene Übersetzer*innen gewähren Einblicke in ihren Berufsalltag, sprechen über Herausforderungen und Entwicklungen der letzten Jahre sowie über die Besonderheiten des Übersetzens von Manga und Anime. Die Expert*innen freuen sich auf Ihre Fragen!

    Link zur Veranstaltungsseite

  • Manga-Übersetzer:in – Ein Traumberuf?

    Leipziger Buchmesse

    Schwarzes Sofa

    Veranstalter: Übersetzungszentrum

    Mit: Anja Truong (Look Back, Gundam GQuuuuuuX), moderiert von Julian Müller

    Die japanische Populärkultur ist längst Teil des Mainstreams. Das erkennt man nicht nur an den zahlreichen Cosplays auf der Buchmesse, sondern auch an dem Umsatz, den Mangas erzielen. Dieser hat sich hierzulande zwischen 2018 und 2022 nämlich fast verdreifacht. Doch wie sieht die Lebensrealität derer aus, die die beliebten Geschichten aus Japan in die deutsche Sprache übertragen? Zwei professionelle Manga-Übersetzer*innen berichten über ihre Erfahrungen im Berufsfeld.

    Link zur Aufzeichnung

  • Unnützes Wissen zu Manga und Anime

    Connichi

    Connichi-Couch

    Ort: RheinMain CongressCenter, Wiesbaden

    Japanische Populärkultur hat längst in Deutschland Fuß gefasst, doch wusstet ihr warum »Sailor Moon« bis 1998 in Südkorea zensiert war? In diesem Vortrag erfahrt ihr Fakten, Skandale und Witziges zu Anime und Manga.

    Link: https://www.connichi.de/workshops/unnuetzes-wissen-zu-manga-und-anime/

  • Japan nach »Fukushima« bei Asano Inio

    Connichi

    Japanforschung auf der Connichi

    Ort: Kongress Palais

    Manga stellen auch immer Dokumente ihrer Zeit dar. In seiner Mangaserie Dead Dead Demon’s (2014-2022) zeichnet Asano Inio umfassend die gesellschaftlichen Veränderungen Japans nach der Dreifachkatastrophe von ‘Fukushima’ am 11. März 2011 nach. In diesem Vortrag werden eine Vielzahl dieser kulturspezifischen Anspielungen, Hintergründe und Zitate, die ohne Vor- und Hintergrundwissen schwer verständlich oder nicht erkennbar sind, entschlüsselt und in ihren zeitgeschichtlichen Kontext eingeordnet.

  • Post-Olympic pessimism in Japanese cinema

    Organisiert vom Goethe Institut Tokyo:

    Vortrag innerhalb der Paneldiskussion:

    „Japan Through the Lens of the Tokyo Olympics“

    Ort: Asakura Bunka Kanko Center

  • Alieninvasion als Parabel auf Verstrahlung und Kriegsstimmung im Post-Fukushima-Japan in Asano Inios Dead Dead Demons DeDeDeDeDestruction

    Vortrag auf dem 8. Studentischen Symposium der Japanologie Trier:
    „Sieben Jahre nach ‚Fukushima‘:
    Perspektiven nach der Dreifachkatastrophe in fiktionalen und nichtfiktionalen Medien“
  • Von Hiroshima bis Fukushima: Die nukleare Frage in Manga und Anime

    Vortrag zur Fotoausstellung „IKIRU – leben!“

    Ort: Theodor-Zink-Museum, Kaiserslautern